Türkendolch
Die Münchner Kinos - Lieblingskinos - Kinosterben - Corona
Der Türkendolch war von 1962 bis 2001 ein kleines Programmkino in München in der Türkenstraße 74.
Geschichte
In der Türkenstraße 74 im Universitätsviertel war ursprünglich ein Bad untergebracht, das „Türkenbad“. 1954 wurden die Räumlichkeiten zu einem Kino umgebaut. Als Fritz Falter 1962 das Kino übernahm, wurde das vorherige „Türkenkino“ zum „Türkendolch“. Fritz Falter (geb. 1919) war Filmkunstpionier in München und besaß mehrere kleine Programmkinos (Isabella, Occamstudio). Er verstand Kino im Sinne eines pädagogischen Auftrags, in dem er durch ein außergewöhnliches Filmreportior Seichtes, Verlogenes und Kitsch zu umgehen versuchte. So liefen hauptsächlich ausländische (in Originalfassung) und avantgardistische Filme. Zudem wollte er das „Türkendolch“ von Studenten, die an der Programmgestaltung mitwirkten, eigenständig bewirtschaften lassen. Fritz Falter war Idealist, seine Vorstellungen trugen das Kino 18 Jahre lang. 1980 musste er aus finanziellen Gründen das „Türkendolch“ aufgeben und verkaufte es an Louis Anschütz, der den Namen beibehielt.
Text: Isar Arabesken via Kinowiki
Ausstattung
1 langezogener Saal
Adresse
Türkenstraße 74, 80799 München
Betreiber
- Fritz Falter (bis 1980)
- "Gut Licht, Gut Ton und Volle Kassen" Kinobetriebs-GmbH (ab 1980)
Weblinks
- Welt über die Schließung des Kinos
- Kinowiki
- Münchenwiki