Sonnen-Filmtheater

Karlsplatz 17 · historisches Kino · geschlossen

Das Sonnen-Filmtheater war ein Kino am Karlsplatz 17, mitten im früher besonders kinoreichen Umfeld des Münchner Stachus. Eine historische Kinoübersicht führt das Haus für den Zeitraum 1953 bis 1989; die genauen Tage der Eröffnung und Schließung sind bislang nicht unabhängig gesichert. Der Standort ist nicht mit den City Kinos im Sonnenhof an der Sonnenstraße zu verwechseln.

Steckbrief

NameSonnen-Filmtheater (auch Sonnen-Filmtheater München)
AdresseKarlsplatz 17, München
Eröffnung1953 laut historischer Kinoübersicht; exakter Tag nicht gesichert
Schließung1989 laut historischer Kinoübersicht; exakter Tag nicht gesichert
SäleHistorisch als eigenständiges Filmtheater geführt; genaue Saalgliederung nicht zuverlässig ermittelt
SitzplätzeNicht zuverlässig ermittelt
LeinwandmaßeNicht zuverlässig ermittelt
BetreiberNicht zuverlässig ermittelt
StatusGeschlossen

Geschichte

Ein Kino am Stachus

Das Sonnen-Filmtheater lag in einer der historischen Hochburgen des Münchner Kinobetriebs. Die städtische Kinostatistik bezeichnet das Umfeld Karlsplatz/Sonnenstraße Anfang der 1970er-Jahre ausdrücklich als Kinozentrum mit mehreren Premierenhäusern auf engstem Raum. Das erklärt die zentrale Lage des Sonnen-Filmtheaters, sagt jedoch noch nichts über seine konkreten Betreiber oder baulichen Details aus.[2][3]

Belegte Uraufführung 1978

Ein seltener eindeutiger Programmnachweis findet sich in der deutschen Filmdatenbank filmportal.de: Der Film Slavers – Die Sklavenjäger wurde am 24. Februar 1978 im Münchner Sonnen-Filmtheater uraufgeführt. Der Eintrag belegt eine Premiere in diesem Haus; daraus allein lässt sich allerdings kein durchgehendes Erstaufführungsprofil für alle Betriebsjahre ableiten.[1]

Ende des Kinobetriebs

Als Schließungsjahr wird in einer historischen Übersicht 1989 genannt. Eine zeitgenössische Schließungsanzeige oder ein Pressebericht, aus dem das genaue Datum und die unmittelbaren Gründe hervorgingen, liegt bislang nicht vor. Auch die spätere Nutzung der konkreten ehemaligen Kinoräume ist noch nicht ausreichend dokumentiert.

Saal und Technik

Belastbare Angaben zur ursprünglichen und letzten Sitzplatzzahl, zu Leinwandmaßen, Bildformaten, Projektoren oder Tonsystemen fehlen derzeit. Aus dem im Filmportal dokumentierten 35-mm-Filmformat der Uraufführung lässt sich nicht ohne Weiteres die komplette technische Ausstattung des Sonnen-Filmtheaters rekonstruieren. Deshalb werden hier bewusst keine Zahlen geschätzt.[1]

Abgrenzung zu anderen Kinos

Der Name des Sonnen-Filmtheaters darf nicht mit dem City Filmpalast im Sonnenhof verwechselt werden, der erst im Dezember 1959 an der Sonnenstraße 12a eröffnet wurde. Ebenfalls eigenständig waren das Eldorado an der Sonnenstraße 7 und die früheren Stachus- und Karlstor-Kinocenter.[4]

Quellenkritik und offene Fragen

  • Eröffnung und Schließung: Die Jahreszahlen 1953 und 1989 stammen aus einer historischen Kinoliste; eine Primärquelle für die genauen Daten steht noch aus.
  • Betreiber: Eine lückenlose Betreiberfolge ist nicht belegt.
  • Saal und Ausstattung: Historische Sitzplatz- und Leinwandangaben fehlen.
  • Nachnutzung: Welche Nutzung unmittelbar auf das Kino folgte, ist noch offen.

Quellen

  1. filmportal.de: Slavers – Die Sklavenjäger – dokumentierte Uraufführung am 24. Februar 1978 im Sonnen-Filmtheater.
  2. Statistisches Amt München: Die Münchener Filmtheater nach der Lage im Stadtgebiet – Kinogeografie um den Karlsplatz.
  3. Münchener Statistik: Münchens Stellung als Filmstadt seit 1906 – Stachus/Sonnenstraße als Kinozentrum.
  4. City Kinos München: Geschichte – Abgrenzung zum City Filmpalast im Sonnenhof.
  5. Cinema Treasures: Eldorado Kino – historische Einordnung der benachbarten Sonnenstraßen-Kinos; nicht als Quelle für die Daten des Sonnen-Filmtheaters.

Zuletzt bearbeitet: Oktober 2026