Monopol

seit 2005 · am heutigen Standort seit 3. August 2011 · geöffnet

Das Monopol ist ein Programmkino in Schwabing-West mit einem ungewöhnlichen Standort: Drei seiner Säle entstanden in der ehemaligen Kegelbahn der Gaststätte „Zum Erwin“, ein vierter wurde später als Kinobar eingerichtet. Gezeigt werden internationale Arthouse-Filme, Dokumentarfilme, Originalfassungen und ausgewählte Publikumsfilme. Das Kino verzichtet auf klassische Leinwandwerbung und auf Popcorn.[1][2]

Statusgeöffnet
TypProgrammkino / Arthouse-Kino
AdresseSchleißheimer Straße 127, 80797 München
StadtbezirkSchwabing-West
AnfahrtTram 12/27 und Bus Nordbad; U2 Hohenzollernplatz (ca. 8 Minuten zu Fuß)
KarteOpenStreetMap
Eröffnung2005, Feilitzschstraße 7
Neueröffnung03.08.2011, Schleißheimer Straße 127
Säle4 (drei reguläre Säle und Kinobar)
Plätze222 nach Vermietungsübersicht (98 + 51 + 39 + 34); die separate Kinobar-Beschreibung nennt 32
BetreiberArena Filmtheater BetriebsGmbH; Geschäftsführer Markus Eisele und Christian Pfeil
Websiteneokinos.de/monopol

Geschichte

2005 gründeten Christian Pfeil und Carsten Horstmann das Monopol im ehemaligen „Aircraft“-Kino an der Feilitzschstraße 7. Der Standort hatte eine lange Kinogeschichte: Dort eröffnete bereits 1926 die „Filmburg“; spätere Namen waren unter anderem Barbarella, Broadway und Aircraft/Aeroport. Das Monopol sollte als kleines, werbefreies Programmkino auch solchen Filmen eine Leinwand geben, die andernorts kaum gezeigt wurden. Der erste gezeigte Film war Old Men in New Cars.[1][3]

Weil das Gebäude einem Neubau weichen musste, schloss das Monopol an der Feilitzschstraße im Juni 2011. Als Abschiedsfilm lief Biutiful. Pfeil und Markus Eisele hatten bereits eine neue Bleibe in der Schleißheimer Straße gefunden: die frühere Gaststätte „Zum Erwin“ mit einer Kegelbahn im Untergeschoss. Für rund eine halbe Million Euro entstanden dort drei digital ausgestattete Säle. Die offizielle Neueröffnung am 3. August 2011 fand mit Blue Valentine und in Anwesenheit des damaligen Oberbürgermeisters Christian Ude statt.[1][4][5]

2013 wurde das Haus um die Kinobar im Erdgeschoss erweitert. 2014 erhielt das Monopol die Auszeichnung als bestes Programmkino Bayerns. Bereits 2008 war sein Programm mit einem Kinoprogrammpreis der Stadt München ausgezeichnet worden. Das Kino gehört zum Umfeld weiterer von Pfeil und Eisele betriebener Filmtheater, darunter das Arena.[1][6]

Säle & Technik

Die drei klassischen Säle liegen im Untergeschoss; die Kinobar befindet sich im Erdgeschoss. Die aktuelle Vermietungsseite des Kinos nennt folgende Platzkapazitäten:[7]

SaalPlätzeBesonderheiten
Saal 198größter Saal; geeignet für Premieren und Filmgespräche
Saal 251kleiner Programmkino-Saal
Saal 339kleiner Programmkino-Saal
Kinobar34 laut Vermietungsseite; 32 laut SaalporträtBar, Tische, Fußhocker und besonders großzügige Sitzabstände

Die drei ursprünglichen Säle wurden 2011 mit digitaler Projektion ausgestattet. Genaue Leinwandabmessungen, Projektormodelle und Tonsysteme wurden nicht veröffentlicht - die Leinwandgrößen auf der Seite Leinwandgrößen sind Angaben vom Personal eines Neo Kinos. Die Kinobar verfügt über einen geschwungenen Tresen direkt im Saal und wird auch für private Veranstaltungen vermietet.[5][8]

Besonderheiten

Das Monopol verzichtet bewusst auf Popcorn und klassische Werbespots vor den Filmen. Stattdessen gibt es ausgewählte Snacks und Getränke. Nach Angaben des Betreibers besteht das Vorprogramm normalerweise aus wenigen Filmtrailern. Zum Programm gehören auch Sneak Previews, Dokumentarfilmreihen, Filmgespräche und Veranstaltungen mit Gästen.[2]

Die Kinobar ist zugleich regulärer Vorführsaal und gastronomischer Treffpunkt. Dort stehen Einzel- und Doppelsitze, kleine Tische und Fußhocker zur Verfügung. Das Konzept unterscheidet sich damit deutlich von den drei klassischen Sälen im Untergeschoss.[8]

Barrierefreiheit

Nach Betreiberangaben ist das Monopol für Rollstuhlnutzer zugänglich. Am Eingang befindet sich eine Klingel; das Personal begleitet Gäste über einen Aufzug zu den Sälen. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden. Die Kinobar liegt ebenerdig im Erdgeschoss. Für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung verweist das Kino auf die App GRETA; deren Unterstützung hängt vom jeweiligen Film ab.[2][9]

Persönliches

Trotz der kleinen Leinwände ein sehr attraktives Kino mit einem Programm, das mich durchaus anspricht.

Beim der 2025 oder 2026 erfolgten Austausch der Bestuhlung wurden zahlreiche Pärchensitze eingeführt, wodurch ich nicht nur einen Lieblingsplatz verloren habe.


Quellen

  1. Monopol: Es war einmal eine Kegelbahn (Kinogeschichte)
  2. Monopol: Häufige Fragen und Kinokonzept
  3. tz: Kinogeschichte der Feilitzschstraße (2011)
  4. Süddeutsche Zeitung: Letzter Vorhang (2011)
  5. Abendzeitung: Alle Neune für den Film (2011)
  6. Landeshauptstadt München: Kinoprogrammpreis 2008 (PDF)
  7. Monopol: Kinomiete und Saalkapazitäten
  8. Monopol: Die Kinobar
  9. Monopol: Offizielle Informationen zu Anfahrt und Barrierefreiheit

Weblinks

Zuletzt bearbeitet: Oktober 2026