City Kinos (City & Atelier)
City seit 1959 · Atelier seit 1972 · geöffnet
Die City Kinos liegen in einem Innenhof zwischen Sonnenstraße und Schwanthalerstraße. Der Kinokomplex besteht aus den drei City-Sälen und zwei Atelier-Sälen, die über einen gemeinsamen Hof mit Gastronomie verbunden sind. Das Programm reicht vom internationalen Arthouse-Film über Dokumentarfilme bis zu ausgewählten größeren Produktionen; auch Originalfassungen, Premieren, Matineen und Spätvorstellungen gehören dazu.[1]
| Status | geöffnet |
|---|---|
| Typ | Programmkino / Arthouse-Kinokomplex |
| Adresse | Sonnenstraße 12a, 80331 München (Innenhof) |
| Stadtbezirk | Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt |
| Anfahrt | Karlsplatz (Stachus): S-Bahn, U4/U5, Tram |
| Karte | OpenStreetMap |
| Eröffnung | City: Dezember 1959; Atelier: 26.10.1972 |
| Säle | 5 (City 1–3, Atelier 1–2) |
| Plätze | 841 (357 + 174 + 77 + 153 + 80; Betreiberangaben, Oktober 2026) |
| Betreiber | CITY Filmtheater Betriebs GmbH; Teil der Yorck Kinogruppe |
| Website | city-kinos.de |
Geschichte
Im Dezember 1959 eröffneten Walter Jonigkeit und Manfred Bertuch den City Filmpalast im Sonnenhof. Mit 1.080 Sitzplätzen in einem einzigen Saal war er ein großer Premieren- und Erstaufführungspalast der Nachkriegszeit. Im selben Hof befand sich das Münchner Volkstheater, dessen Spielstätte Ende der 1950er-Jahre eröffnet worden war.[1][2]
Nach dem Auszug des Volkstheaters wurde dessen Saal zum Kino umgebaut. Am 26. Oktober 1972 eröffnete dort das Atelier mit 333 Plätzen. Technisch ungewöhnlich war die Rückprojektion: Der Film wurde von hinter der Leinwand projiziert. 1992 wurde der Atelier-Saal in zwei kleinere Säle aufgeteilt.[1][3]
Auch der City Filmpalast wurde im Zuge des Wandels der Kinolandschaft aufgeteilt: In den 1970er-Jahren entstanden zunächst zwei Säle mit 400 und 221 Plätzen; 1978/79 wurde das ehemalige Foyer in einen dritten Kinosaal mit 103 Plätzen umgewandelt. Aus dem Großkino wurde so ein Ensemble kleinerer Erstaufführungskinos mit zunehmend anspruchsvollem Filmprogramm.[1]
Die City Kinos sind mit der Berliner Yorck Kinogruppe verbunden. Seit Herbst 2018 wird das Programm von City und Atelier gemeinsam angekündigt. 2022 wurde das Kino in einem Artikel der Abendzeitung für sein Engagement für das gemeinschaftliche Kinoerlebnis gewürdigt.[4][5]
Säle & Technik
Die folgenden Sitzplatzzahlen stammen von der aktuellen Betreiberwebsite. Die Leinwandmaße sind dagegen ältere Angaben von artechock.[1][4]
| Saal | Plätze (aktuell) | Leinwand (ältere Angaben) | Fläche (ca.) |
|---|---|---|---|
| City 1 | 357 | 11,70 × 4,90 m | 57,3 m² |
| City 2 | 174 | 8,32 × 3,98 m | 33,1 m² |
| City 3 | 77 | 4,28 × 2,04 m | 8,7 m² |
| Atelier 1 | 153 | 7,30 × 3,03 m | 22,1 m² |
| Atelier 2 | 80 | 6,24 × 2,67 m | – |
Für die City-Säle wurden früher digitale 2K- beziehungsweise 4K-Projektionssysteme und verschiedene Dolby-Tonformate angegeben. Die aktuelle Ausstattung ist nicht für alle Säle eindeutig dokumentiert.[4]
Besonderheiten
Charakteristisch ist die Verbindung von zwei historisch eigenständigen Kinos über den Innenhof mit der Filmwirtschaft. Die Gebäude erzählen zwei unterschiedliche Geschichten: City entstand als großer Nachkriegsfilmpalast, Atelier in einer ehemaligen Theater-Spielstätte. Die verschiedenen Saalgrößen ermöglichen eine flexible Programmgestaltung, von kleineren Filmstarts bis zu gut besuchten Premieren.[1][6]
Barrierefreiheit
Nach Betreiberangaben sind alle Säle über Seiteneingänge zugänglich. Für City 2 gibt es eine Rampe, die nicht für elektrische Rollstühle geeignet ist. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist nicht vorhanden. Wegen Schwellen, teilweise steiler Rampen und unterschiedlicher Zugangswege sollte vor einem Besuch Kontakt mit dem Kinopersonal aufgenommen werden.[1][7]
Persönliches
Eines einer drei Lieblingskinos. Technisch top, frisch bestuhlt (außer im großen City 1), die Beschreibung auf artechock ("zwei alte Erstaufführungskinos", "Lassen Sie sich also überraschen, in welchem der beiden Kinos der Film läuft." eigentlich eine Frechheit.
Erfreulicherweise wird mit der Yorck-Karte ein Abo angeboten, das sich für mich noch immer absolut rechnet. Und auch in den Berliner Yorck-Kinos genutzt werden kann.
Bedauerlicherweise werden oft genau die Filme, die ich mir im großen City 1 wünschen würde, in den beiden kleinsten Sälchen gezeigt, dem City 3 und dem Atelier 2 (das in manchen Buchungsmails auch City 5 genannt wird).
Quellen
- City Kinos: Kinoprofil, Geschichte, Säle und Barrierefreiheit
- Abendzeitung: Es lebe das Gemeinschaftserlebnis! (2022)
- München Wiki: Atelier
- artechock: City-Atelier, historische Saal- und Technikdaten
- Abendzeitung: Kinobetrieb und Yorck-Verbindung
- München Tourismus: Kinos in München
- Kultur barrierefrei München: City Kino
Weblinks
Zuletzt bearbeitet: Oktober 2026