ASTOR Film Lounge im ARRI
seit Dezember 2018 · geöffnet (Vorgänger: ARRI-Kino)
Premiumkino auf dem früheren Gelände des Filmtechnikherstellers ARRI in der Maxvorstadt. Das traditionsreiche ARRI-Kino wurde 2018 grundlegend umgebaut und um zwei Säle erweitert. Neben gehobenem Mainstream und ausgewählten anspruchsvollen Filmen prägen komfortable Liegesessel, Gastronomie und Bedienung am Platz das Konzept.[1][2]
| Status | geöffnet |
|---|---|
| Typ | Premiumkino / Erstaufführungskino |
| Adresse | Türkenstraße 91, 80799 München |
| Stadtbezirk | Maxvorstadt |
| Anfahrt | U3/U6 Universität |
| Karte | OpenStreetMap |
| Eröffnung | Dezember 2018 als ASTOR Film Lounge im ARRI |
| Vorgänger | ARRI-Kino (ehemaliges Firmenkino) |
| Säle | 3 |
| Plätze | 579 laut Projektbeschreibung (333 + 177 + 69); abweichende Zahlen in anderen Verzeichnissen |
| Betreiber bei Wiedereröffnung | Premium Entertainment München GmbH (Projektbeteiligter)[3] |
| Website | muenchen.premiumkino.de |
Geschichte
Auf dem ARRI-Areal an der Türkenstraße befand sich lange ein firmeneigenes Kino. Der Münchner Hersteller von Filmkameras und Kinotechnik nutzte den Standort auch für Vorführungen und Produktionen. Im Zuge der Neuordnung des Areals entstand daraus ein öffentliches Premiumkino mit drei Sälen.[4]
Für den Umbau wurden mehrere zuvor getrennt genutzte Bereiche miteinander verbunden: das ursprüngliche ARRI-Kino, ein Studiosaal aus dem Jahr 1951 und die ehemalige Firmenkantine im Untergeschoss. Der Studiosaal war unter anderem für Fernsehaufzeichnungen, darunter „Scheibenwischer“, genutzt worden. Frühere Künstlergarderoben wurden zu Gastronomieräumen umgebaut. Nach einer Planungsphase begann die Bauausführung Ende 2017; im Dezember 2018 wurde das neue Kino eröffnet.[4][3]
Der umfassende Umbau umfasste Entkernung, neue Saalgestaltung, ein großes Foyer mit Bar und moderne Vorführtechnik. Aus einem Einzelkino wurde die ASTOR Film Lounge im ARRI mit drei eigenständigen Sälen. Das Konzept gehört zur von Kinounternehmer Hans-Joachim Flebbe entwickelten ASTOR-Premiumkino-Linie.[3][2]
Säle & Technik
- ASTOR: 333 Plätze laut Bauprojekt; große Leinwand (nach artechock etwa 20 × 8,60 m), 6P-Laserprojektion, Dolby Atmos, 70-mm-Projektor und Lichtinstallation mit etwa 5.000 LEDs.[3][5]
- ARRI: 177 Plätze laut Bauprojekt; der frühere Studiosaal, heute als Kinosaal genutzt. Laserprojektion; die Quellen unterscheiden sich bei der genauen Tonkonfiguration.[3][5]
- Club: 69 Plätze laut Bauprojekt; kleinerer Saal im Bereich der früheren Kantine, mit bücherregalartiger Gestaltung und Laserprojektion.[3][2]
Hinweis zu den Platz- und Technikangaben:Hier werden die Zahlen der ausführenden Projektbeteiligten (333/177/69) verwendet - zu finden sind auch abweichende Angaben. Für ARRI und Club sind zudem unterschiedliche Tonformate dokumentiert.[3][5][6]
Besonderheiten
Zum Premiumkonzept gehören verstellbare Ledersessel mit ausfahrbaren Fußteilen, große Reihenabstände, Garderobe, ein Begrüßungsgetränk und die Bedienung am Platz vor dem Film. Im Foyer befindet sich eine Bar; die drei Säle und das Foyer können auch für Veranstaltungen genutzt werden.[2][7]
Bemerkenswert ist die unmittelbare Verbindung von Filmvorführung und Filmproduktion: Ein Teil der Räume wurde zuvor von ARRI und für Fernsehproduktionen genutzt. Das Haus besitzt außerdem einen 70-mm-Projektor und gehört damit zu den Münchner Spielstätten, die großformatige Filmkopien vorführen können.[4][5]
Barrierefreiheit
Nach Angaben von „Kultur barrierefrei München“ erfolgt der Zugang zum Foyer über eine mobile Rampe. ASTOR-Saal, Club-Kino und Bar sind per Aufzug erreichbar; der ARRI-Saal hingegen nur über eine Treppe. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden. Ältere Kinolisten enthalten teils abweichende pauschale Angaben zur Barrierefreiheit.[8]
Persönliches
Technisch mag dieses KIno einwandfrei sein - für mich hat es jedoch keinerlei Charme, weshalb ich es nur während des Filmfests München aufsuche, wenn ein Film halt nur dort zu sehen ist.
Quellen
- artechock: Astor im Arri
- CREME GUIDES: Astor Film Lounge im Arri
- CL MAP: Umbauprojekt und Saalgrößen
- Brand Interiors: Entstehung und Umbau
- artechock: Technische Angaben zu den Sälen
- KinoNow: abweichende Platz- und Technikangaben
- Eventlocations: Veranstaltungsräume
- Kultur barrierefrei München
Weblinks
Zuletzt bearbeitet: Oktober 2026