ABC-Kino
seit 1914 · geöffnet
Das ABC an der Leopoldstraße gehört zu den traditionsreichen Münchner Kinos. Das 1914 als Odeon eröffnete Haus ist heute ein Programmkino mit Schwerpunkt auf Arthouse- und Independent-Filmen – im Unterschied zu den Schwesterkinos Leopold und Münchner Freiheit, die auch Hollywood-Filme zeigten beziehungsweise zeigen.[1]
| Status | geöffnet |
|---|---|
| Typ | Programmkino |
| Adresse | Leopoldstr. 78, 80802 München |
| Stadtbezirk | Schwabing |
| Anfahrt | U3/U6 Münchner Freiheit |
| Karte | OpenStreetMap |
| Eröffnung | 07.10.1914 (als Odeon) |
| Umbenennung | 1952 (ABC) |
| Säle | 1 |
| Plätze | 156 |
| Leinwand | 4,7 × 3,1 m (ca. 14,6 m²) |
| Betreiber | Leopold ABC Kinos GmbH, Daniela Bergauer & Michael Hehl |
| Website | leopold-abckinos.de |
Geschichte
Das Kino eröffnete am 7. Oktober 1914 unter dem Namen „Odeon“. 1952 erhielt es den Namen „ABC“, um Verwechslungen mit dem Filmcasino am Odeonsplatz zu vermeiden.[5]
Das Haus überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet. Nach dem Krieg verfügte es zeitweise über 270 Sitzplätze; spätere Umbauten und Renovierungen reduzierten die Kapazität auf 156 Plätze.[6]
Nach fünf Betreiberwechseln übernahmen 1967 die Brüder Steffen und Thomas Kuchenreuther das ABC. Bereits ab 1965 betrieben sie das Leopold, ab 1966 das Savoy in Pasing; 1971 kamen Eldorado und Münchner Freiheit hinzu. Ihr Schwerpunkt lag auf europäischer Filmkunst.[2] Im ABC fanden außerdem besondere Filmreihen statt, darunter Western-, Piratenfilm- und Hitchcock-Programme.[7]
Kinosterben 2019: Die Kinos Münchner Freiheit schlossen am 1. September 2019 nach Kündigung und Insolvenzantrag. ABC und Leopold blieben erhalten.[3]
Ende März 2024 übernahmen Daniela Bergauer und Michael Hehl ABC und Leopold von Thomas Kuchenreuther. Für die beiden Kinos wurden langfristige Mietverträge über mindestens 20 Jahre ausgehandelt. Hehl bezeichnete das ABC als so etabliert, dass er am Konzept nur wenig verändern wolle. Bergauer und Hehl betrieben bereits seit 2019 das Augsburger Liliom.[4][8]
Säle & Technik
- 1 Saal mit 156 Plätzen
- Leinwand: 4,7 × 3,1 m (rechnerisch rund 14,6 m²)
Weitere gesicherte Informationen zu Projektion (digital oder analog, Auflösung und Lichtquelle), Tonsystem, Saalgefälle, Sitzkomfort und Barrierefreiheit liegen mir derzeit nicht vor. Die Leinwandmaße allein erlauben auch keine zuverlässige Aussage über die tatsächlich genutzte Bildfläche bei unterschiedlichen Filmformaten.
Besonderheiten
Thomas Kuchenreuther ermöglichte im ABC Dreharbeiten zu Werner Schroeters Film „Malina“ (1991) mit Isabelle Huppert.[4]
Persönliches
Ich war nur ein einziges Mal in diesem Kino und habe daher weder einen Lieblingsplatz, noch besondere Erinnerungen daran.
Quellen
- Mit Vergnügen, 2017
- filmportal.de
- Abendzeitung
- in-muenchen.de, Juni 2024
- ALLEKINOS.COM
- Landeshauptstadt München, Rathaus-Umschau (2009), Angaben zur Geschichte und früheren Platzzahl des ABC-Kinos (Link noch zu ergänzen)
- Interview mit Thomas Kuchenreuther (2016), zu Filmreihen im ABC (Link noch zu ergänzen)
- artechock, März 2024: Plötzlich Platzhirsche
Weblinks
- Wer das Kino liebt, muss mit dem ABC beginnen – Kinoporträt auf artechock.de
- Plötzlich Platzhirsche – Die neuen Betreiber von ABC und Leopold Daniela Bergauer und Michael Hehl
Zuletzt bearbeitet: Oktober 2026